Millinger Ratskandidaten zu Millinger Themen RP vom 21.05.2014

Millngen21052014Natürlich: Das geplante Logistikzentrum auf dem Solvay-Gelände wurde in der Podiumsdiskussion mit den Millinger Direktkandidaten, zu der der SV Millingen eingeladen hatte, diskutiert. Rund 70 Millinger lauschten Maik Bettentrupp, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Logprojekt, die das Projekt plant. „Derzeit laufen Verhandlungen mit interessierten Unternehmen“, so Bettentrupp. Für das Logistikzentrum stehe eine Fläche von 110000 bis 120000 Quadratmeter zu Verfügung. „Für Rheinberg bedeutet das zirka 30 bis 60 Arbeitsplätze pro 10000 Quadratmeter. Das hängt davon ab, welches Unternehmen sich hier ansiedelt“, verdeutlichte Bettentrupp.

Viele Millinger haben Angst, dass sich das Lkw-Aufkommen im Ort steigert und forderten die Politiker auf, zu handeln. Hauptforderung der Bürger: ein Lkw-Verbot in Millingen. Ulrich Glanz, Geschäftsführer des SV Millingen als Moderator übersetzte in Richtung Politik: „Sie haben jetzt eine Anregung, üben Sie mit dem Rat Druck auf den Kreis aus, der für die betroffenen Kreisstraßen zuständig ist, um ein Lkw-Verbot zu bewirken.“. Die Podiumsteilnehmer hatten auch konkrete Sichtweisen zur Thematik. Katharina Hötte (CDU) schlug eine Nordumgehung vor. Eine Verkehrsumleitung koste allerdings auch wieder, so Peter Tullius (SPD), „Rheinberg ist im Haushaltssicherungskonzept. Wir wollen jedoch auch, dass die Millinger durch den Standort nicht unnötig belastet werden.“ Verhindern könne die Politik so ein Projekt aber nicht „und das wollen wir auch nicht“, unterstrich Tullius. Denn das Logistikzentrum bringe Arbeitsplätze. Arbeitsplätze brächten Geld. Geld mit dem man andere wichtige Projekte in der Stadtentwicklung wie die Finanzierung der Sportstätten gewährleistet wäre. Und das wollen die Millinger ja auch.

Themenwechsel: Ulrich Glanz fragte, wie die Zukunft des Millinger Sportplatzes aussieht, ob er trotz Haushaltssicherungskonzept erhalten bleibt. Alle Politiker machten klar, dass eine Schließung der Millinger Sportstätte oder anderer Rheinberger Sportplätze nicht in Frage komme. Die Millinger hatten noch mehr Themen, die ihnen unter den Nägeln brannten. Zum Beispiel dass in den Sommerferien prinzipiell die Turnhalle geschlossen werde. Die Tischtennisabteilung könne dort dann nicht trainieren. „Die Stadt verwaltet die Turnhalle diktatorisch“, so ein Millinger. „Das wussten wir nicht. Wir reden mit der Verwaltung darüber“, sagte Fritz Ettwig (Grüne); auch die anderen Teilnehmer wollen sich des Themas annehmen. Dass das Bürgerhaus als Treffpunkt für Millinger auf dem Weg sei, schilderte Wolfgang Gödecke (CDU) – allerdings zögere sich der Bau wegen des Haushaltssicherungskonzepts hinaus.

Von Sassan Dastkutah

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