FDP fordert Engagement der Stadt fürs Alte Rathaus Rheinberg NRZ 09.12.2014

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Die Stadt muss den Grundstock für die Umnutzung des Alten Rathauses legen, findet Norbert Nienhaus, sachkundiger Bürger der FDP.

Wie soll das Alte Rathaus in der Zukunft genutzt werden? Und wo kommt das Geld dafür her? Die NRZ hatte in ihrer Samstagsausgabe über einige Zuschussgeber informiert. Das nahm Norbert Nienhaus, als sachkundiger Bürger Mitglied der FDP-Fraktion im Rat, zum Anlass, ein paar Gedanken zu diesem Thema zu äußern.

Mit einem Konzeptpapier der FDP zur Umnutzung des Alten Rathauses sei „die ganze Diskussion auch auf bürgerschaftlicher Ebene richtig los gegangen“, so Nienhaus. In einem „Leserbrief hatte ich eine Prüfung der Fremdfinanzierung angeregt. Verwaltung und Politik haben daraufhin umgeschwenkt und planen nun doch eine öffentliche Bürgerversammlung. Das wurde von der FDP auch immer gefordert, um die Bürger aktiv am Prozess zu beteiligen“.

Er schlägt vor, die Auflistung der Fördermöglichkeiten „unbedingt um den Landschaftsverband Rheinland erweitern. Er engagiert sich ebenfalls bei der Förderung solcher Projekte“.

Die bereits erwähnten Zuschussgeber „fördern auch öffentliche denkmalgeschützte Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen. Zugegebenermaßen ist ein vorhandenes Nutzungskonzept in Verbindung mit einer gemeinnützigen Institution sinnvoll und möglicherweise erfolgversprechender für Förderzusagen. Das gilt insbesondere für die Bezirksregierung in Düsseldorf“.

„Nur zum Teil richtig“

Seiner Einschätzung nach ist „die Meinung des Bürgermeisters nur zum Teil richtig. Die Sparkassen-Kulturstiftung in Rheinberg fördert nur laut Satzungszweck. Das ist richtig. Die Sparkasse am Niederrhein ist an einen solchen Satzungszweck nicht gebunden“, was man am Beispiel des Peschkenhauses in Moers sehe. „Als Vorsitzender des Mühlenvereins Lohmühle in Vierbaum-Lohheide darf ich Ihnen mitteilen, dass unser Verein mit hohen fünfstelligen Beträgen durch die Sparkasse-Duisburg-Stiftung gefördert wurde“.

Zu bedenken bleibe aber, dass „auch die Stadt als Eigentümer des Denkmals finanzielle Pflichten hat. Hier wäre doch schon ein Grundstock gelegt. Und der könnte nach einer Bürgerversammlung vielleicht sogar noch größer werden“, so Nienhaus.

Wolfgang Krause

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