Bauausschuss: Budberger Flutopfern zügig helfen RP vom 03.07.2014

regen

Die Sitzung des Rheinberger Bauausschusses gestern Abend war beherrscht vom Thema „Überschwemmung in Budberg“. Wie geht es dort weiter? – das wollten nicht nur die zahlreichen Betroffenen wissen, die in die Sitzung gekommen waren.

Klar ist: Alle wollen helfen und dafür sorgen, dass die Geschädigten möglichst rasch an ihr Geld kommen. „Die Frage ist nur wie“, formulierte Michael Kuklinski (SPD), der empfahl, mit Gutachten zu erkunden, ob das Wasser tatsächlich durch defekte Rückstauklappen in die Keller geströmt ist oder ob auch Oberflächenwasser im Spiel war wie im Evangelischen Gemeindehaus. Es sei sogar davon die Rede, dass sich Bodenplatten gehoben hätten, sagte Andreas Imhof (Linke). Was eine andere Situation bedeutete, weil dann ja Waser unter die Gebäude gedrückt worden wäre.

Jürgen Bartsch (Grüne) sagte, er sei unglücklich darüber, wie die Kommunikation gelaufen sei: „Man hätte mit den Betroffenen reden müssen.“ Und Hans-Peter Götzen (FDP) erinnerte daran, „dass die Stadt nun einmal das erste Glied in der Kette war“.

Ein Mediator, der die weiteren Verhandlungen und Gespräche hätte – ihn hatte die Bürgerinitiative vorgeschlagen – steht inzwischen wohl nicht mehr zur Verfügung, wie Beigeordneter Dieter Paus berichtete. Der Budberger habe auch wegen persönlicher Befangenheit abgesagt. Grundsätzlich sei ein Mediator aber gewünscht, auch wegen der Rolle der Stadt, die ihre Schuld ja bereits eingeräumt hat. Eine solche vermittelnde Person müsse von der Stadt, von der Bürgerinitiative (BI) und von der Versicherung akzeptiert werden, sagte Paus.

Jürgen Nölle, Sprecher der BI, betonte, dass den Betroffenen an einer schnellen Schadensregulierung gelegen sei, „wir würden aber gerne noch ein, zwei Gespräche mit der Versicherung führen“. Er sprach von einigen wenigen Opfern, die ihre Schäden ohne Geld von der Versicherung nicht regulieren könnten und regte an, über Überbrückungskredite nachzudenken. In nächster Zeit will sich auch die Stadt mit der Versicherung abstimmen. Neu war, dass sich inzwischen die Obere Wasserbehörde bei der Bezirksregierung Düsseldorf in der Sache mit einem Fragenkatalog an die Stadt gewandt hat. Ohne Zustimmung dieser Aufsichtsbehörde hätte die Stadt die Anzahl der Pumpen gar nicht reduzieren dürfen. Dieter Paus sprach von einem üblichen Verfahren. Allerdings eines, das nach Ärger für die Stadt riecht.

Von Uwe Plien

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